Ph.D. programme on global financial markets and international financial stability at Jena University and Halle University, Germany

Freitag, 13. November 2009

Chinas Notenbankchef ...

... ist laut FAZ der Herrscher der Volkswährung. Im Vergleich etwa zu Ben Bernanke ist Zhou Xiaochuan bisher weitgehend unbekannt, doch das dürfte sich ändern. Textauszug:

Spätestens seit Zhou in einer Rede im März eine Reform des internationalen Währungssystems anmahnte, um eine Wiederholung der Finanzkrise zu vermeiden, achten Politiker, Banker und Investoren in aller Welt auf seine Worte. In seiner Einlassung hatte der Sohn eines ehemaligen chinesischen Industrieministers und einflussreichen Kaders nicht weniger getan, als den Dollar als Weltreservewährung in Frage zu stellen. mehr...

Mittwoch, 11. November 2009

Währungskörbe sind in Mode

Or at least so it seems. China deutet Kehrtwende in Währungspolitik an meldet das Handelsblatt. Textauszug:
Chinas Notenbank stellt wenige Tage vor dem Antrittsbesuch von US-Präsident Barack Obama einen Kurswechsel in ihrer Währungspolitik in Aussicht. Die Zentralbank signalisierte, den Kurs des Yuan künftig an einem Devisenkorb zu
messen, und deutete damit eine Abkehr von der De-facto-Anbindung an den Dollar an, die seit Mitte 2008 in Kraft ist.

Montag, 9. November 2009

Aus geg. Anlass ...

... ein Blog-Post zu Deutschland & Europa. Der Fall der Mauer heute vor 20 Jahren führte wenig später zur Wiedervereinigung und zur deutsch-deutschen Währungsunion. Und von da war es nur ein "historischer Katzensprung" bis zur europäischen Währungsunion. Also ist die Frage legitim: Welche Auswirkungen hatten die Wiedervereinigung und die Währungsunion auf die Einigung Europas? Haben sie sie befördert oder behindert? Gäbe es ohne die Wiedervereinigung keine europäische Währungsunion? Oder hätten wir eine "bessere" europäische Währungsunion, wenn wir nicht vorher die deutsch-deutsche Währungsunion gehabt hätten? Dies alles sind zwar hypothetische Fragen, doch nichts scheint spannender zu sein, als solche ex post-Debatten im Konjunktiv.

Den Anfang macht dabei unvermeidlicherweise eine Debatte (wieder mal) des Pro und Contra der Wiedervereinigung und vor allem der Währungsunion. Die Meinungen reichen von "katastrophal gelaufen" (Unverdauter Schock von Thomas Fricke) bis hin zu "im Grund ganz gut gelaufen" (Der Erfolg im Osten von Werner Plumpe). Bei Ökonomen - so meine subjektive Einschätzung - überwiegen eher die skeptischen Urteile, wobei man sich typischerweise an der schnellen Einführung der DM in der DDR und an den Folgen der 1:1-Konversion von Ost- und Westmarkt abarbeitet: Einführung der DM: Kohls großer Fehler (FTD)

Meine erste These dazu lautet: Ohne die Wiedervereinigung & Währungsunion (W&W) wäre kein weiterer Fortschritt der europäischen Einigung möglich gewesen. Und zwar darum:
  • Die meisten Probleme der (heutigen) neuen Bundesländer wären auch ohne W&W aufgetreten. Dazu zählen auf jeden Fall die Abwanderung und auch die Deindustralisierung.
  • Stabilität in der Mitte Europas wäre mit einem politisch, wirtschaftlich und währungsmäßig geteilten Deutschland nicht möglich gewesen. Und ohne Stabilität in der Mitte gibt es keine europäische Stabilität schlechthin.

Deshalb mein persönliches Zwischenfazit: Wiedervereinigung und Währungsunion haben zwar nicht zur besten aller Welten à la Dr. Pangloss alias G. W. Leibniz geführt, doch sie haben wichtige Stolpersteine aus dem Weg geräumt, die den Fortgang der europäischen Einigung ansonsten be- oder gar verhindert hätten.

Freitag, 6. November 2009

Congress about to pass derivatives legislation

The House of Representatives has adopted a new bill on derivatives trading. It now just needs the approval of the Senat and the President's signature to enter into force. The core of the bill is a requirement to settle trades in swaps and other derivatives through registered clearing houses. During the breakdown of AIG last year, one of the major systemic risks was posed by credit default swaps (CSD) that AIG had entered into on a massive scale in over-the-counter (OTC) trades. The problem was that theses trades were nowhere registered and that there was thus no information available about the risk they involved.

Dienstag, 3. November 2009

Der IWF verkauft Gold


Zur Aufstockung von Finanzmitteln hat der IWF fast alles möglich getan: Allokationen der allgemeinen und einmaligen Sonderziehungsrechte (SZR), Emission der IMF-Anleihen. Nun ist der Goldverkauf. Nach der Angabe des IWF gestern werden 200 Tonnen IWF-Goldreserve an die Reserve Bank of India verkauft, siehe" IMF Announces Sale of 200 metric tons of Gold to the Reserve Bank of India."

Das macht 6.7 Mrd.$ , entspricht 4.2 Mrd. SDR. Der Goldverkauf von 403 Tonnen wurde schon im April beim G20-Gipfel geplant, "use the additional resources from agreed IMF gold sales for concessional finance for the poorest countries," so das Londoner Communique.